Interview: Greentech CO2 Reduktion
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Alexander Krajete

Interview mit Gründer Alexander Krajete von Greentech. Ein neues Start-up aus dem tech2b Inkubatorprogramm

Gründer: Alexander Krajete

Branchen: CO2 Reduktion, erneuerbare Energie, Abfallgase / waste management

Zielmärkte: 1. Europa, 2. USA, 3. Asien

Kurzbeschreibung: GreenTech (Anmerkung – Arbeitstitel) spezialisiert sich auf die Entwicklung eines biotechnologischen Verfahrens zur direkten Überführung von Abfallgasen in einen gasförmigen Energieträger.
Das Business Modell beruht auf technologischer Beratung und Verfahrensentwicklung im fruehren und mittleren Stadium. Anlagenbau und Prozeßführung würden andere Partner übernehmen.

Wie bist du auf die Produktidee gekommen?
Die Inspiration kam wie eine Eingebung ganz zufällig an einem Sonntag im April 2007 während meiner Auslandstätigkeit in Norwegen. Im Chemical Engineering News las ich den Artikel ‘From Waste to Energy’, wo eine neuseeländische Firma mit Hilfe von genetisch modifizierten Mikroben der Firma Genentech aus Gasen der Stahlindustrie Bioethanol als Energieträger herstellte.
Als Postdoc an der UC Berkeley hatte ich bereits Erfahrung mit CO2  Chemie. Interessanterweise war Genentech die erste Firma, die mich zu einem Jobinterview eingeladen hat. Ich begann die Elemente ‘CO2, Genentech, Energie’ zu kombinieren.

Was ist das Besondere an deinem Produkt?
Das Besondere ist die direkte Verwertung von Abfallgasen. Andere Bioverfahren, wie zum Beispiel auch Biogasanlagen, verwenden flüssig / festes Ausgangsmaterial. Das von Greentech (Anmerkung – Arbeitstitel) entwickelte Verfahren stellt einen gasförmigen Energieträger ausschließlich aus Emissionsgasen her. Im Gegensatz zur Biogasanlage, hat Greentech einen schnelleren Prozeß mit höheren Umsatzraten.

Was bedeutet das Produkt für den Markt?
Das Verfahren verwertet Abfallgase wie CO2 und andere Verbindungen. Somit bekommt man eine Wertschöpfung aus Abfallstoffen, was zur Steigerung der Energieeffizienz beiträgt. In nächster Instanz planen wir das Verfahren mit den erneuerbaren Stromerzeugern zu koppeln, was die Speicherung der Solar- und Windenergie ermöglichen würde.

Was glaubst du, sagt die Konkurrenz zu eurem Produkt?
Die Begeisterung für die neue Technologie hängt von den Ressourcen des jeweiligen Landes ab. Die Idee wurde ursprünglich im erdöl- und erdgasreichen Norwegen entwickelt, die dortige Unterstützung war jedoch gering. In Österreich, Deutschland wird die Technologie mit grosser Begeisterung aufgenommen und unterstützt. Dies war auch einer der Hauptgründe, der mich zur Rückkehr aus dem Ausland (USA, Norwegen) bewogen hat.
Nachdem die Technologie in einen neuen Markt platziert ist, sehe ich keine Konkurrenz sondern vielmehr Synergien und Chancen zur Zusammenarbeit mit anderen Partnern.

Wie siehst du die Zukunft von dem Unternehmen?
Wir planen das Unternehmen in der österreichischen Industriehochburg Linz zu gründen, wo es eine phänomenale Infrastruktur und Begleitindustrien in den Segmenten Maschienenbau, Elektrotechnik und Automatisierung gibt. Der Forschungsbereich in Oberösterreich bietet perfekte Infrastruktur. Auch potentielle Endkunden sind im Linzer Raum vorhanden.