Interview mit Dr. Udo Gennari von der CATT Innovation GmbH über das Projekt Greentech, ein Hightech-Start-up von tech2b.
Wie war dein erster Eindruck vom Projekt Greentech?
Der neuartige Ansatz von Greentech hat mich fasziniert, da es ein innovativer Ansatz für eine wesentliche Steigerung der Energieeffizienz auf umweltfreundlichem Weg ist. Mit Interesse habe ich die Informationen zu bereits vorhandenen Ansätzen dazu in internationalen Labors aufgenommen, insbesondere den Fortschritt zu früheren mir bekannten Versuchen einer effizienteren CO2-Reduktion.
Wie ist der Kontakt zustande gekommen?
Ein ehemaliger Studienkollege und jetziger Professor ist Doktorvater von Herrn Alexander Krajete bei seiner Dissertation in Innsbruck gewesen und gab die Initialzündung. Herr Krajete ist in Linz tätig und wurde daraufhin als potenzieller CATT-Kunden kontaktiert. Bei den anschließenden Telefonaten, E-Mails und einem Treffen ergaben sich sehr interessante Gespräche, unter anderem auch zu seinen Ideen bezüglich der CO2-Reduktion. Aufgrund des Potenzials der Idee habe ich ihm die Dienstleistungen der CATT Innovation Management GmbH vorgestellt, ihm zu einer Patentrecherche geraten und auch Unterstützung bei der Umsetzung angeboten.
Wie siehst du das Potential von Greentech?
In der Kombination aus dem visionärem Ansatz und der industriellen Kompetenz von Alexander Krajete sehe ich ein großes Potential, die Idee zu einem industriell machbaren und wirtschaftlich verwertbaren Produkt umzusetzen. Gerade in Oberösterreich, speziell durch die vorhandenen Stahlwerke, ist ein Bedarf vorhanden, diesen energieeffizienten Prozess einsetzen zu können. Dies wird eine Anwendung attraktiv machen, vor allem auch wegen der in Zukunft immer teurer werdenden CO2-Zertifikate, die dadurch eingespart werden können. Um die Idee zur wirtschaftlichen Anwendung zu bringen, ist das bei Herrn Krajete vorhandene verfahrenstechnische Know-how sicherlich ein wesentlicher Faktor.
Was sagst du zu Alexander Krajete – wie war dein Eindruck?
Bei einer Besprechung bei seinem Arbeitgeber hat Alexander Krajete mir bei der Führung durch die von ihm konzipierte und als Projektleiter verantwortlich errichtete Pilotanlage einen sehr kompetenten Eindruck vermittelt. In Kombination mit seinem offensichtlich großen Elan und seinen innovativen Ideen ist dies meiner Ansicht nach eine gute Basis für einen Erfolg bei der Umsetzung. Hinzu kommt auch seine Fähigkeit als Netzwerker. Dies ist sicherlich auch wichtig, um die richtigen Personen für die Umsetzung des Projektes zu akquirieren.
Catt Innovation Management GmbH und Greentech
Nach erster Anbahnung des Kontakts über den gemeinsamen Bekannten in Innsbruck habe ich Herrn Krajete die Dienstleistungen von CATT geschildert und bald darauf die Beratung begonnen. Mit einer Patentgrobrecherche und der Beurteilung der von ihm selbst bereits recherchierten Patente wurde ein guter Eindruck bezüglich der Neuheit gewonnen und die wirtschaftliche Relevanz und Umsetzbarkeit als positiv eingeschätzt.
Da er seine bis dahin vergeblichen Versuche geschildert hatte, Investoren und Fördermittel für seine Ideen zu akquirieren, habe ich ihm tech2b als Netzwerkspartner von CATT vorgestellt und ihm empfohlen, diese Möglichkeit der Unterstützung zu nutzen und sich um eine Aufnahme als Gründer zu bewerben. Dahingehend habe ich ihm ein Gespräch mit einem Gründerberater von tech2b empfohlen. Beide haben wir dann am ersten Meeting mit tech2b teilgenommen, um die detaillierten Kriterien für einen potentiellen Gründer noch besser kennenlernen zu können.
Die Unterstützung von CATT ging auch nach der Aufnahme von Alexander Krajete als Gründer bei tech2b weiter. So wurden ihm die Unterstützungsmöglichkeiten bei der Suche nach Technologiekooperationspartnern durch das Enterprise Europe Network vorgestellt und der Rechtsstand von weiteren relevanten Patenten erhoben. Alexander Krajete wurde auch zum von CATT organisierten patenTMarkt 2008 ‘Energienutzung im Umbruch’ persönlich eingeladen und äußerte sich anschließend begeistert von der Veranstaltung und den interessanten Gesprächen im Rahmen der am Nachmittag abgehaltenen Kooperationsbörse. Daraus hat sich inzwischen auch eine namhafte finanzielle Unterstützung ergeben. Gerne wird CATT das Projekt Greentech auch in Zukunft mit seinen Dienstleistungen begleiten, zum Beispiel auch durch Förderberatung zu nationalen und EU-Projekten.


