tech2b als Treiber des technologischen Wandels in OÖ
Oberösterreich hat mit dem OÖ-HightechFonds ein neues Finanzierungsinstrument zur Unterstützung von Hightech-Start-ups geschaffen. Mit einer Dotierung von insgesamt mehr als 11 Mio. Euro ermöglicht der Fonds Hightech Start-ups, innovative Ideen in Oberösterreich zu verwirklichen. Damit wird der Wirtschaftsstandort Ober-österreich für hochtechnologie-orientierte Unternehmen noch attraktiver.
Die OÖWirtschaft führte dazu mit Markus Costabiei, dem Geschäftsführer von tech2b und Bundessprecher der österreichischen Inkubatoren AplusB, ein Interview.
In Oberösterreich wird es mit dem OÖ-HightechFonds ein neues Instrument zur Finanzierung von jungen Technologieunternehmen geben. Was sagen Sie dazu?
Costabiei: tech2b hatte im Auftrag des Landes Oberösterreich in der Konzipierung und in der Vorbereitung des Fonds eine führende Rolle inne. Bereits in der Vergangenheit hat es ja unterschiedliche diesbezügliche Initiativen gegeben. Seit 2008 haben wir uns intensiv um die Einrichtung eines solchen Fonds bemüht, um für die oberösterreichischen Jungunternehmen ein entsprechendes Angebot zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich und den oberösterreichischen Banken konnte nun der entscheidende Schritt gesetzt werden.
Welche Zielgruppe soll durch den Fonds angesprochen werden?
Costabiei: Je innovativer und technologieintensiver eine Gründung ist, desto stärker ist der Wachstums- und Beschäftigungseffekt. Deshalb ist das die Kernzielgruppe des Fonds. Dies ist auch in den Fonds-Kriterien festgehalten, die einen klaren Fokus auf diese Unternehmen legen.
Was bietet der neue OÖ-HightechFonds für die Unternehmen?
Costabiei: Für die jungen Unternehmen ist die Bereitstellung von Finanzmitteln natürlich ein wichtiges Thema. Auf Betreiben von tech2b liegt nun der Schwerpunkt auf der Bereitstellung von Eigenkapital. Ein ebenso wichtiges Thema ist aber, wofür und in welcher Weise diese Finanzmittel verwendet werden. Es geht dabei um die Wirkung, die mit den Mitteln des Fonds erzielt werden kann. Deshalb wird der Fonds nicht nur Finanzmittel sondern auch kompetente Begleitung und ein professionelles Netzwerk bereitstellen. Damit sollen die Unternehmen in der Bewältigung ihrer strategischen und operativen Herausforderungen unterstützt werden. Hier wird tech2b weiterhin seine Expertise anbieten.
Welche Herausforderungen sehen Sie für die Umsetzung des OÖ-HightechFonds?
Costabiei: Oberösterreich ist nicht das erste Bundesland mit einem derartigen Fonds. Der Fonds wird sich daher seine Position am Markt rasch erarbeiten müssen. Das bedeutet einerseits das zielgerichtete Schließen von Angebotslücken, andererseits die Kooperation aber auch den Wettbewerb mit länger bestehenden Einrichtungen. In der Umsetzung bedeu-tet dies für den Fonds eine kurze Anlauf-phase. Der OÖ-HightechFonds benötigt daher von Anfang an ein klares Investi-tionsprofil und eine hohe Entscheidungsqualität.
Wie kann die Weiterentwicklung des OÖ-HightechFonds aussehen?
Costabiei: Es wird wichtig sein, in zukünftigen Entwicklungsphasen den Fonds für weitere Investoren aus der Wirtschaft zu öffnen. Damit kann die Wirkung der eingesetzten öffentlichen Mittel zusätzlich verstärkt werden. tech2b arbeitet bereits jetzt mit nationalen und internationalen Investoren aus der Finanzwirtschaft und Industrie zusammen. Die Investition durch internationale Investoren und die Einbindung von strategischen Partnern aus der Region ist wertvoll für die Entwicklung junger oberösterreichischer Unternehmen. Der OÖ-Hightech Fonds kann hier als Einstiegsplattform dienen.
Markus Costabiei: „Für junge Unternehmen ist die Bereitstellung von Eigenkapital von Bedeutung, zudem sind eine kompetente Begleitung und ein strategisches Netzwerk wichtig.“
Mehr Infos zum HightechFonds Oberösterreich: HightechFonds.at
